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Startschuss für die Gründung des Kulturlandschaftsvereines gefallen 




Startschuss für Kulturlandschaftsvereinsgründung gefallen

 Unsere Landschaft ist einem steten Wandel unterworfen, in welchem sich die Ansprüche der Gesellschaft wiederspiegeln. Aktuell ist vielerorts ein Rückgang an extensiv genutzten Flächen zu beobachten. So werden etwa Mager- oder Feuchtwiesen aus der bisherigen Bewirtschaftung genommen. Das bildet sich im Landschaftsbild ebenso ab wie in einer eingeschränkten Vielfalt an Lebensräumen für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt.

 Dabei ist es das bunte und oftmals regionstypische Mosaik aus verschiedenen Landschaftselementen, das der Kulturlandschaft den besonderen Charakter verleiht, der Menschen in der Region ebenso wie deren Besuchern ein besonderes Naturerlebnis und der heimischen Flora und Fauna Lebensraum bietet.

 Dieses Naturerbe zu sichern und weiterzuentwickeln war die Motivation dafür, dass sich Landwirtschaft, Naturschutz und die Gemeinden samt Tourismus aus dem Lainsitztal zusammengefunden haben, um gemeinsam an entsprechenden, ökologisch wie auch ökonomisch ausgerichteten Lösungsansätzen zu arbeiten. Ein Kulturlandschaftsverein (KLV) soll gegründet werden, mit der zentralen Aufgabe, die Landschaft mit den Regionen und für die Regionen auf Basis der Freiwilligkeit zu erhalten und zu gestalten. Damit soll gleichermaßen ein Beitrag zu den Naturschutzzielen des Landes NÖ wie auch für die Lebensqualität und das wirtschaftliche Wohlergehen geleistet werden.

Seine zentrale Aufgabe sieht ein KLV in konkreten, für die Region maßgeschneiderten Maßnahmen zur Sicherung von naturschutzfachlich und landschaftlich bedeutsamen Flächen, stets basierend auf Freiwilligkeit und Kooperation. Die Partnerschaft zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und den Gemeinden scheint daher naheliegend, insbesondere in Hinblick auf eine Professionalisierung und Regionalisierung der Maßnahmenumsetzung.

Die Kooperation dieser drei Partner hat im Lainsitztal bereits im Mai dieses Jahres begonnen, indem im Zuge von zwei Workshops ein regionsspezifisches Leitbild erarbeitet wurde. In einem offenen und sehr wertschätzenden wie auch fachkundigen Diskurs zwischen Vertretern der Landwirtschaft, des Naturschutzes und der Gemeinden wurde damit die inhaltliche Leitlinie für die Arbeit eines zukünftigen KLV formuliert. Oder in den Worten des Bürgermeisters Kowar gefasst: „Ein Leitbild ist dazu da, dass die Leut‘ sich a Bild machen können“. Auf dieser Grundlage werden im nächsten Schritt Projekte als Arbeitsauftrag für einen zukünftigen KLV formuliert.

Bis zu einer allfälligen Vereinsgründung werden jedenfalls auch noch weitere Überlegungen zum Organisationsmodell anzustellen sein. Den Rahmen dazu liefert ein abgeschlossenes Vorprojekt zur Etablierung von Kulturlandschaftsvereinen in Niederösterreich, welches ebenso wie dessen Fortsetzung im Lainsitztal durch das Land Niederösterreich und der Europäischen Union unterstützt wird.

Die Wahl der Kleinregion Lainsitztal als Pilotregion für die Einrichtung eines KLV hat viele Gründe. Die natur- und kulturräumlichen Gegebenheiten vor Ort einerseits und vor allem die Bereitschaft der Region sich mit dem Thema der Kulturlandschaftsentwicklung eingehend und kooperativ auseinanderzusetzen andererseits bilden die beste Voraussetzung, sich dem Wandel in der Kulturlandschaft kreativ und konstruktiv zu stellen. Wie eine solche Kooperation gelingen könnte, hat jedenfalls der bisherige gemeinsame Weg gezeigt.

 Otmar Kowar, Bürgermeister in Unserfrau-Altweitra: Ich finde es wichtig, aber auch sehr interessant, im Rahmen eines Pilotprojektes Grundlagen zum Erhalt unserer einzigartigen Kulturlandschaft schaffen zu können, und dabei aber auch Wirtschaftlichkeit für die Bauern der Region nicht außer Acht zu lassen.

 

Kontakt:

Johanna Mostböck, Tel: 050 259 42302, johanna.mostboeck@lk-projekt.at





 

 


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